| Unsere Umsetzungen |
| Geschrieben von: Vorstand |
| Dienstag, den 04. Mai 2010 um 00:00 Uhr |
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Für die Umsetzungen unserer Vorschläge und Gedanken zur Prävention gegen Gewalt und Missbrauch schicken wir voraus, dass grundsätzlich eine altersgerechte Vorgehensweise und Handhabung sichergestellt werden muss. Überall erfahren wir durch alle möglichen Medien und dem vielfältigen persönlichen Umfeld die verschiedensten Formen der Gewalt durch Bild, Ton und Erlebtem. Hierbei werden selbst die Kleinsten nicht verschont. Und genau aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass bereits die Kleinsten lernen sollten und leider auch müssen, dass sie nicht wirklich in einer friedliebenden Welt aufwachsen. Es ist wichtig, dass sie lernen, sich in dieser Umwelt zu behaupten, zu schützen und sich wehren sollen, dürfen und müssen. In unseren Vorschlägen zur Prävention legen wir großen Wert darauf, dass wir alle auch erkennen müssen, dass in der Regel die meisten Jugendlichen in der heutigen Zeit bereits ab dem ca. 10. Lebensjahr mit massiven Gewaltbildern und –videos konfrontiert werden. Daher ist unsere Überlegung, dass wir dieses in der Präventionsarbeit erkennen und feststellen müssen. Im Grunde sind viele dieser Jugendlichen von der massiven Gewalt psychologisch geschockt, aber auch gleichzeitig fasziniert. Sie erleben heute viel früher und massiver, dass sie von Gewalt umgeben sind. Sie härten dadurch ab und empfinden Gewalt nicht mehr unbedingt als Bedrohung. Sie wissen, dass sie in der Gruppe stark und geschützt sind, aber auch ganz schnell selbst als Opfer angesehen werden können, sollten sie nur in irgendeiner Hinsicht Schwäche zeigen oder sich angreifbar machen. Bisher gilt: Wer sich für Opfer stark macht, ist schwach. Wer aber mit draufhaut, vor dem haben die anderen Respekt und Achtung. Hier haben die Jugendlichen ein falsches Verständnis von Respekt und Achtung. Das wollen wir wieder umkehren. Denn wer Schwachen hilft, ist stark und nicht derjenige, der draufhaut. Wir dürfen nicht davon ausgehen, dass unsere Jugendlichen sich von Präventionsbildern und –videos besonders schocken lassen, da haben sie schon viel schlimmeres gesehen. Aus diesem Grund sind wir der Meinung, dass ab einem Alter von ca. 10 Jahren der Einsatz von Gewaltbildern in der Präventionsarbeit keine weiteren schädlichen Auswirkungen hat, sondern eher in der Form, wie wir sie einsetzen möchten, zum Nachdenken, Umdenken und Handeln anregen und führen soll. Unter dem Alter von 10 Jahren sollte weitgehendst auf Gewaltbilder und –videos verzichtet werden. Ebenso sind hier die Erwachsenen mit angesprochen ( und damit meinen wir nicht nur die Eltern, sondern alle Erwachsenen aller Altersgruppen ), sich mit dem Thema wirklich auseinanderzusetzen und sich vor Gesprächen mit der Jugend im Allgemeinen und insbesondere mit ihren eigenen Kindern nicht zu drücken. Unsere Vorschläge sollen dazu beitragen, dass auch sie sensibilisiert werden und Möglichkeiten erhalten, der wachsenden Gewaltbereitschaft entgegenzuwirken. Wenn wir es schaffen, eine Präventionsarbeit so hinzubekommen, dass uns allen tagtäglich vor Augen geführt wird, dass Gewalt nicht Stärke, Macht, Respekt und Achtung beinhaltet, sondern nur das Leben eines anderen Menschen und das eigene zerstört, dann haben wir einen grossen und wichtigen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Dann können wir auch sagen, dass Prävention Opferhilfe ist. Unter Beachtung all dieser vorgenannten Überlegungen sollten unsere Vorschläge auf den nachfolgenden Seiten verstanden werden. |


